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Aktuelle Ausstellungen
- Georg Baselitz in Colmar, 6.6.2018, Foto Alexandra Matzner
Georg Baselitz ist tot
Am 30. April 2026 verstarb der Maler Georg Baselitz im Alter von 88 Jahren. Berühmt geworden mit expressiven Bildern, in denen er ab 1969 die Motive auf den Kopf stellte, hatte er sich in seinen letzten Werken mit der Fragilität des (eigenen) Körpers auseinandersetzt. Ausstellungsankündigungen in Venedig und London lassen erahnen, dass Baselitz sich jüngst noch einen neuen Motivschatz erarbeitet hat: indische Gottheiten in Gold.
„Der große Erfolg für mich heute ist, dass ich Einfälle habe, die grotesk sind. Manchmal verflüchtigen sie sich wie Träume. Manchmal ist eine Idee so unumgänglich.“1 (Georg Baselitz, 2022)
Trotz seines hohen Alters war Baselitz' Schaffensdrang ungebrochen: Das Museum der Moderne Salzburg widmet ihm eine Ausstellung mit 24 Großformaten und dem Titel „Georg Baselitz. Jetzt“. Das Museo Novecento in Florenz überschreibt seine Schau mit der Aufforderung „Georg Baselitz: AVANTI!“. Und in wenigen Tagen eröffnen die Ausstellungen „Georg Baselitz. Eroi d’Oro“ an der Fondazione Giorgio Cini in Venedig, der im Juni „Georg Baselitz. Back Again“ bei White Cube Bermondsey in London folgen wird. → Georg Baselitz: Ausstellungen 2026
Österreich | Salzburg: Museum der Moderne, bis 4.10.2026
- Francisco de Zurbarán, Hl. Margarethe von Antiochia, Detail, 1630–1634, Öl auf Leinwand 163 × 105 cm (© The National Gallery, London, Inv.-Nr. NG1930)
Zurbarán in London
Francisco de Zurbarán (1598–1664) ist einer der wichtigsten Maler in der Geschichte der spanischen Kunst und des europäischen Barock. In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts arbeitete Zurbarán in Sevilla, einem Zentrum des Welthandels, danach in Madrid. Seine lebendigen Gemälde, von kleinen Stillleben bis hin zu monumentalen Altarbildern, strotzen vor Naturalismus und vermitteln intensive spirituelle Erfahrungen. Die Zurbarán-Ausstellung 2026 ist die erste des spanischen Künstlers in Großbritannien. Die National Gallery bringt – gemeinsam mit dem Louvre und dem Art Institute of Chicago – einige seiner großartigsten Gemälde aus aller Welt nach London.
Großbritannien | London: National Gallery of Art, Sainsbury Wing, bis 23.8.2026
- Charlotte Perriand. Moderne leben: Design, Fotografie, Architektur, Ausstellungsansicht (7), Museum der Moderne Salzburg, 2026, © Archives Charlotte Perriand / FLC, Bildrecht Wien, 2026, Museum der Moderne Salzburg, Foto: wildbild, Herbert Rohrer
Charlotte Perriand in Salzburg
1937: Nach zehn Jahren als junge aufstrebende Architektin und Möbeldesignerin verließ Charlotte Perriand (1903–1999) das Studio von Le Corbusier. Dort hatte sie zahlreiche Möbel- und Interior-Projekte verantwortet, die heute zu den Ikonen des modernen Designs zählen. Gleichzeitig begann sie äußerst erfolgreich zu fotografieren und übertrug ihre avantgardistischen Architektur- und Designvisionen auf das Medium Fotografie.
Das Museum der Moderne Salzburg widmet der bedeutenden Designerin eine erste Ausstellung in Österreich, deren Inszenierung visuell mehr als überzeugt! Die minimalistische Formensprache, zwischen Geometrie und Organik changierend, wird durch lebendige Displays und Zusammenstellungen und ein spannendes Farbkonzept gerahmt. Die gemeinsam mit dem Kunstmuseum Krefeld konzipierte Schau positioniert die Midcentury-Möbel zusammengestellt wie in privaten Räumen. Dabei wird schnell klar, dass es für Charlotte Perriand nicht um das Einzelwerk ging, sondern um die „Kunst des Wohnens“, wie der begleitende Katalog überschrieben ist.
Österreich | Salzburg: Museum der Moderne, bis 13.9.2026
- Max Oppenheimer, Die Schachpartie, 1925-30, Öl auf Leinwand, 55,2 × 78,2 cm (Oesterreichische Nationalbank, Foto Sammlung Oesterreichische Nationalbank)
Kunst der Oesterreichischen Nationalbank im Leopold Museum, Wien
Erstmals öffnet die Österreichische Nationalbank (OeNB) ihre Tore für einen ihrer wichtigsten Schätze: die Kunstsammlung österreichischer Werke des 20. und 21. Jahrhunderts. Der Anlass dieser Ausstellung ist das 25-jährige Jubiläum des Leopold Museum im Jahr 2026. Damit verbindet sich auch eine historische Dankbarkeit: Die OeNB war maßgeblich an der Gründung der Leopold Museum-Privatstiftung beteiligt.Die Ausstellung ist nicht zuletzt eine Würdigung dieser engen institutionellen Verbindung.
Das Leopold Museum zeigt erstmals einen Überblick zu dieser wichtigen Unternehmenssammlung, die sich als Leihgeberin an vielen Ausstellungen beteiligt. In den 1980er Jahren entschied der Vorstand, österreichische Kunst zwischen Neue Sachlichkeit und Gegenwart zu erwerben, um seinen Beitrag zur Entwicklung von Kunst und Kunstmarkt zu leisten. Der Schwerpunkt liegt auf figurativen, postexpressionistischen bzw. neusachlichen Positionen sowie der gestischen und geometrischen Abstraktion. Dabei handelt es sich um eine der bedeutendsten Unternehmenssammlungen Österreichs, wie Direktor Hans-Peter Wipplinger betont. Im zweiten Untergeschoss des Museums hängen Wipplinger und Chiara Galbusera, Kuratorin der Kunstsammlung dser OeNB, 117 Werke des 20. und 21. Jahrhunderts in chronologischer Reihung. Bislang waren die Kunstwerke vor allem in den Fluren, Konferenzräumen und Büros der Bank zu sehen und nur innerhalb von Führungen für die Öffentlichkeit zugänglich.
„Die OeNB-Sammlung ist kein statisches Archiv, sondern ein lebendiger Bestandteil unseres Arbeitsalltags. Die Kunstwerke fördern den Austausch unter Kolleg*innen, regen Diskussionen an und bieten neue Perspektiven auf aktuelle Themen. Sie erinnern uns daran, dass Wirtschaft und Kultur untrennbar miteinander verbunden sind.“2 (Martin Kocher, Gouverneur der OeNB)
Österreich | Wien: Leopold Museum, bis 24.4. – 4.10.2026
Vorschau auf die Ausstellungseröffnungen der nächsten Woche
- Marina Abramović, Pietà (Anima Mundi), Detail, 1983–2002, C-print, 183 × 183 × 5.5 cm
Marina Abramović. Transforming Energy in Venedig
Erstmals 260-jährigen Geschichte widmen die Gallerie dell’Accademia einer lebenden Künstlerin eine Einzelausstellung: Marina Abramović (*30.11.1946). Mit „Marina Abramović. Transforming Energy“ feiert Venedig die Pionierin der Performance-Kunst ihren 80. Geburtstag!
Italien | Venedig: Gallerie dell’Accademia
6.5. – 19.10.2026
- Rembrandt, Büste eines Greises mit goldener Kette, Detail, 1632 (Gemäldegalerie, Kassel, Inv. Nr. GK 233)
Rembrandt 1632. Entstehung einer Marke in Kassel
Obwohl Rembrandt van Rijn zu den am besten erforschten Künstlern des 17. Jahrhunderts zählt (→ Berühmte Künstler des Barock), liegen viele Aspekte seines Werks im Dunkeln. Dies gilt auch für die Zeit um 1632, die von stilistischen wie biografischen Umbrüchen geprägt ist: Rembrandt zog von Leiden nach Amsterdam und trat der Werkstatt von Hendrick van Uylenburgh bei, wo er eine bedeutende Anzahl von Einzel- und Gruppenporträts schuf und neue Käuferkreise erschloss. Der Künstler erkundete verschiedene Genres der Malerei und experimentierte mit unterschiedlichen Stilmitteln, was seine Suche nach geeigneten Ausdrucksformen verdeutlicht.
Deutschland | Kassel: Schloss Wilhelmshöhe, 7.5. – 16.8.2026
- Biennale di Venezia
Venedig | Biennale: Florentina Holzinger im Österreich-Pavillon
Der Österreich-Pavillon auf der 61. Biennale von Venedig im Jahr 2026 wird von der international renommierten österreichischen Performancekünstlerin Florentina Holzinger (*1986, Wien) gestaltet. Holzinger wird für den Biennale-Beitrag unter dem Arbeitstitel „Seaworld Venice“ mit der Kuratorin Nora-Swantje Almes sowie einem Team aus Performer:innen, Musiker:innen, Stunt-Koordinator:innen und Produzent:innen zusammenarbeiten. Sie bespielt permanent den Österreich-Pavillon und plant ortsspezifische Aktionen im Stadtraum.
Italien | Venedig: Biennale, Österreich Pavillon, 9.5. – 22.11.2026
- Charlotte Perriand im Refuge Bivouac, 1937, © Archives Charlotte Perriand.
Charlotte Perriand in Salzburg
Nach zehn Jahren als junge aufstrebende Architektin und Möbeldesignerin verlässt Charlotte Perriand (1903–1999) im Jahr 1937 das Studio von Le Corbusier. Dort verantwortete sie zahlreiche Möbel- und Interior-Projekte, die heute zu den Ikonen des modernen Designs zählen. Gleichzeitig beginnt sie äußerst erfolgreich zu fotografieren und überträgt ihre avantgardistischen Architektur- und Designvisionen auf das Medium Fotografie.
Österreich | Salzburg: Museum der Moderne Mönchsberg, 1.5. – 13.9.2026
- Francisco de Zurbarán, Hl. Margarethe von Antiochia, Detail, 1630–1634, Öl auf Leinwand 163 × 105 cm (© The National Gallery, London, Inv.-Nr. NG1930)
Zurbarán in London
Francisco de Zurbarán (1598–1664) ist einer der wichtigsten Maler in der Geschichte der spanischen Kunst und des europäischen Barock. In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts arbeitete Zurbarán in Sevilla, einem Zentrum des Welthandels, danach in Madrid. Seine lebendigen Gemälde, von kleinen Stillleben bis hin zu monumentalen Altarbildern, strotzen vor Naturalismus und vermitteln intensive spirituelle Erfahrungen. Die Zurbarán-Ausstellung 2026 ist die erste des spanischen Künstlers in Großbritannien. Die National Gallery bringt – gemeinsam mit dem Louvre und dem Art Institute of Chicago – einige seiner großartigsten Gemälde aus aller Welt nach London.
Großbritannien | London: National Gallery of Art, Sainsbury Wing, 2.5. – 23.8.2026
KÜNSTLER*INNEN GEBURTS- & TODESTAGE
Kunst-News
Mit Künstlerinnen und Künstlern, bzw. Persönlichkeiten aus der Kunstwelt zu sprechen, ermöglicht, einen Blick auf Konzepte, Prozesse und Arbeitsbedingungen zu erhaschen. Wir von ARTinWORDS gehen mit ihnen daher bevorzugt durch Ausstellungen oder besuchen sie in ihren Ateliers - in der Hoffnung auf noch viele erhellende und inspirierende Momente!
Gespräche über Kunst






























