Kunst, Künstler, Ausstellungen, Kunstgeschichte
ARTinWORDS, Ihr e-Kunstmagazin

Aktuelle Ausstellungen

Michaelina Wautier in London

Michaelina Wautier, auch Michaelina Woutier geeschrieben (1614–1689), war eine flämische Malerin, die Mitte des 17. Jahrhunderts in Brüssel tätig war. Indem sie sich mit einem ungewöhnlich vielfältigen Themenspektrum beschäftigte, sprengte Wautier die Grenzen, die Künstlerinnen im Barock gesetzt wurden: Sie schuf Blumenstillleben und Porträts bis hin zu großen Historiengemälden mit Aktdarstellungen – ein Format und ein Thema, das normalerweise ihren männlichen Kollegen vorbehalten war: Am Ende der Londoner Ausstellung hängt Wautiers monumentalstes Werk, der „Triumph des Bacchus“ (KHM, Wien). Das Gemälde zeugt von einer begabten, ehrgeizigen und selbstbewussten Künstlerin, denn darin schildert eine selbstbewusste Künstlerin eine Szene heidnischer Ausschweifung. Dsa Bild ist nicht mit ihrem Namen „signiert“, sondern indem sie sich kühn selbst als Bacchantin darstellte – als einzige Figur, die dem Betrachter direkt in die Augen schaut.

Großbriannien | London: Royal Academy of Arts. The Jillian and Arthur M. Sackler Wing of Galleries | Burlington House, bis 21.6.2026

Canaletto und Bellotto in Wien

Giovanni Canaletto (Giovanni Antonio Canal) (1697–1768) und sein Neffe Bernardo Bellotto (1721–1780) gehören zu den bedeutendsten Vedutenmalern des 18. Jahrhunderts. Die beiden Venezianer, der als Canaletto bekannte Maler Venedigs und dessen jüngerer Neffe Bellotto, der als Hofmaler in Wien tätig war, stehen im Zentrum der Frühjahrsausstellung 2026 im Kunsthistorischen Museum.

Österreich | Wien: KHM, bis 6.9.2026

Yayoi Kusama in Köln

Im Frühjahr 2026 zeigt das Museum Ludwig in Köln eine große Retrospektive der berühmten japanischen Künstlerin Yayoi Kusama (*1929, Matsumoto). Die in enger Zusammenarbeit mit der Künstlerin und ihrem Atelier organisierte Ausstellung gewährt einen gesamtheitlichen Einblick in Kusamas über sieben Jahrzehnte umspannendes künstlerisches Schaffen. Die Künstlerin hat mit ihrer Erkundung repetitiver Muster und Strukturen – namentlich durch ihre charakteristischen Polka Dots und Spiegelräume, die die Betrachter:innen in unendliche Welten entführen – Kultstatus erlangt. Die multimediale Ausstellung führt chronologisch durch das Werk der legendären Japanerin und startet mit einer Zeichnung der Zehnjährigen, die bereits Kusamas ikonische Polka Dots zeigt.

Deutschland | Köln: Museum Ludwig, bis 2.8.2026

27. März 2026

Hamburg | Hamburger Kunsthalle: Maria Lassnig und Edvard Munch Malfluss = Lebensfluss | 2026

Erstmalig werden die österreichische Künstlerin Maria Lassnig (1919–2014) und der norwegische Maler Edvard Munch (1863–1944) in einer großen Doppelschau gemeinsam gezeigt. Überraschende Parallelen und intime Einblicke in die jeweilige Biografie zeichnen ein vielschichtiges Porträt von Lassnig und Munch, darüber hinaus aber auch von ihrer Lebenszeit.
27. März 2026

Salzburg | Museum der Moderne: Baselitz 2026

Georg Baselitz feiert 2026 seinen 88. Geburtstag. Deshalb widmet ihm das Museum der Moderne Salzburg zwei Ausstellungen, die den Bogen schlagen von seinen frühen Zeichnungen bis hin zu seinem monumentalen Spätwerk.
25. März 2026

Wien | MAK: Schausammlung Textilien und Teppiche FormaFantasma gestaltet Neupräsentation | ab 2025

Die Neuaufstellung bietet einen Querschnitt durch die Textilsammlung und offenbart kulturelle Verknüpfungen zwischen den Objekten. Entlang der Gruppierung der Objekte ist es für das Publikum zudem möglich, textile Techniken zu erkunden und anhand einzelner Objektbiografien in die Sammlungsgeschichte des Museums einzutauchen.
25. März 2026

Paris | Musée de l’Orangerie: Rousseaus Geheimnisse Henri Rousseau neu bewertet | 2026

Im Frühjahr 2026 präsentiert das Musée de l’Orangerie, gemeinsam mit der Barnes Foundation - Heimat der weltweit größten Sammlung von Gemälden des Autodidakten Henri Rousseau –, „Rousseaus Geheimnisse [Les secrets de Rousseau]“.
21. März 2026

Washington | The Philipps Collection: Miró und die USA

Welchen Einfluss hatte die junge amerikanische Kunst auf Joan Miró? Und wie beeinflusste er seine Kolleg:innen? Die Philipps Collection zeigt 2026 eine Ausstellung über den damals schon weltberühmten Miró und seine Beziehung zur amerikanischen Kunst(szene).
Ausstellungen in Deutschland kl

Aktuelle Ausstellungen in Deutschland

Ausstellungen in Österreich kl

Aktuelle Ausstellungen in Österreich

Ausstellung in Schweiz kl

Aktuelle Ausstellungen in der Schweiz

Vorschau auf die Ausstellungseröffnungen der nächsten Woche

Marc Brandenburg in Berlin

Der Berliner Multimediakünstler Marc Brandenburg (*1965) ist seit den 1980er Jahren ein elementarer Teil der Kreativszene Berlins und zählt international zu den wichtigsten Zeichner:innen der Gegenwart. Sein Werk bewegt sich zwischen Zeichnung, Collage, Installation, Video und Performance.

Deutschland | Berlin: Berlinische Galerie, 7.4. – 14.9.2026

Hannover | Sprengel Museum: Horst Antes

Horst Antes (*28.10.1936 in Heppenheim), Grafiker und Bildhauer, gehört zu den Pionieren der neuen figurativen Kunst in Deutschland. Er verband informelle Nachkriegs-Malerei mit gegenständlichen Motiven und machte besonders durch seine in den 1960er Jahren entstandene Figur des „Kopffüßlers“ weltweit von sich reden. Sein Werk umfasst Gemälde, Grafiken und Skulpturen, viele davon im öffentlichen Raum.

Deutschland | Hannover: Sprengel Museum, 11.4. – 5.7.2026

Marcel Duchamp im MoMA

„Warum ist das Kunst?“ – diese Frage stellt das Publikum zeitgenössischer Kunst oft. Eine Antwort darauf zu finden, ist ohne Bezug auf das Werk von Marcel Duchamp (1887–1968) nahezu unmöglich. In seiner über 60 Jahren währenden Karriere befragte Duchamp die bis in die 1910er Jahre gängige Definition von Kunst und ebnete mit radikalen Antworten den Weg für eine neue Ära der künstlerischen Freiheit. Die Auswirkungen seines Tuns und Denkens sind bis heute spürbar.

Das MoMA widmet dem bedeutenden Franzosen 2025 eine große Ausstellung mit rund 300 Kunstwerken, von denen etwa die Hälfte aus dem eigenen Bestand kommen. Die Zusammenarbeit mit dem Philadelphia Museum of Art garantiert dem New Yorker Museum so bedeutende Leihgaben wie „Akt eine Treppe herabsteigend (Nr. 2)“ (1912, Philadelphia Art Museum), das es mit dem eigenen Gemälde „The Passage from Virgin to Bride“ (München, Juli-August 1912, MoMA) konfrontieren kann. Dieses Werk ist gleichzeitig im Kontext von „Die Neuvermählte/Braut wird von ihren Junggesellen entkleidet, sogar (oder: Großes Glas) [La Mariée mise à nu par ses célibataires, même]“ (1915–1923, Philadelphia) entstanden. Das Werk gilt als unvollendet, wobei der Künstler empfahl, seine Notizen zu lesen, die er während der Betrachtung hinterlassen hatte. Diese zwischen 1912 und 1923 entstandenen 93 erläuternde Dokumente wurden unter dem Titel „Boîte verte [Grüne Kiste]“ (1934) veröffentlicht. Kurzum: Wenn New York und Philadelphia sich zusammentun, kann man von einer Ausstellungshighlight im Frühjahr 2025 sprechen!

USA | New York: MoMA, Floor 6 The Steven and Alexandra Cohen Center for Special Exhibitions, 12.4. – 22.8.2026

Michelangelo / Rodin im Louvre

Auguste Rodins Kunst sei wahrscheinlich die ausdrucksstärkste seit der großen Zeit des Michelangelo Buonarroti, urteilte am 10. Mai 1890 William Ernest Henley über seinen Pariser Schützling. Der Dichter und Herausgeber des „Magazine of Art“, förderte Rodin durch Ausstellungen und Besprechungen – sein Vergleich mit dem bedeutenden Renaissance-Bildhauer fußte jedoch schon auf älteren Veröffentlichungen. So hatte Roger Ballu bereits sieben Jahre zuvor formuliert:

„Dieser junge Bildhauer verfügt über eine Originalität und eine beklemmende Ausdruckskraft, die wahrhaft erstaunlich sind. Hinter der Vitalität seiner Posituren und der Vehemenz seiner lebendigen Posen verbirgt er seine Verachtung oder vielmehr sein Desinteresse gegenüber dem sachlich-skulpturalen Stil. M. Rodin wird von Visionen umgetrieben, die denen Michelangelos ähnlich sind. Er mag den Betrachter in Erstaunen versetzen, aber er wird ihn nie gleichgültig lassen.“1 (Roger Ballu, 13. Februar 1883)

Frankreich | Paris: Musée du Louvre, 15.4. – 20.7.2026

Ausstellungen in Deutschland Vorschau

Vorschau auf Ausstellungen in Deutschland

Ausstellungen in Österreich Vorschau

Vorschau auf Ausstellungen in Österreich

Ausstellung in Schweiz Vorschau

Vorschau auf Ausstellungen in der Schweiz

KÜNSTLER*INNEN GEBURTS- & TODESTAGE

Wann hat welche Künstlerin, welcher Künstler Geburtstag bzw Todestag? Hier findest du einen ewigen Kalender.
Künstler Geburtstage März, klein

Künstler-Geburtstage März

Künstler Todestage März

Künstler-Todestage März

Kunst-News

Mit Künstlerinnen und Künstlern, bzw. Persönlichkeiten aus der Kunstwelt zu sprechen, ermöglicht, einen Blick auf Konzepte, Prozesse und Arbeitsbedingungen zu erhaschen. Wir von ARTinWORDS gehen mit ihnen daher bevorzugt durch Ausstellungen oder besuchen sie in ihren Ateliers - in der Hoffnung auf noch viele erhellende und inspirierende Momente!

Alexandra Matzner, Chefredakteurin von ARTinWORDS

11. September 2019

Christof Metzger: „Albrecht Dürer hat das Sehen neu gelernt“ Warum der „Dürer-Hase“ weniger Haare hat als vermutet. Der Dürer-Experte Metzger über Funktionen von Dürers Zeichnung und die Provenienz der Albertina-Sammlung

Albrecht Dürer 2019 in der Albertina thematisiert die Funktionen der Zeichnung in der Werkstatt Dürers, die neuartige Beobachtungsgabe des Nürnberger Renaissance-Künstlers und – im Katalog – den Kriminalfall rund um die Erwerbungen von Herzog Albert von Sachsen-Teschen.
18. April 2019

Werner Telesko: Notre-Dame de Paris ist die Projektionsfläche zum Teil auch gegensätzlicher Strategien Kathedrale als Symbol für Königtum, Revolution, Restauration und Nation

Wofür steht Notre-Dame de Paris? Werner Telesko erklärt sie als Projektionsfläche z. T. gegensätzlicher Strategien; Symbol für Königtum, Revolution, Restauration und Nation.
17. September 2018

Heinz Widauer: „Es ging Monet um das Wesenhafte“ Albertina-Kurator analysiert Monets Malweise anhand von Lebensorten

Was macht Claude Monet zu einem Jahrhundertkünstler? Warum spielen die Orte, in denen er lebte, solch wichtige Rollen für sein Werk? Wie kann sein Verhältnis zur Natur bestimmt werden? Diese Fragen und noch viele mehr stellen wir Heinz Widauer, Kurator der großen Monet-Ausstellung in der Albertina.

Künstlerinnen

Du interessierst Dich für Künstlerinnen?

Hier findest Du eine Übersicht zu den wichtigsten Künstlerinnen von der Antike bis heute. Schreib uns, wenn dir jemand fehlt. Die Liste wird kontinuierlich erweitert!
27. März 2026

Hamburg | Hamburger Kunsthalle: Maria Lassnig und Edvard Munch Malfluss = Lebensfluss | 2026

Erstmalig werden die österreichische Künstlerin Maria Lassnig (1919–2014) und der norwegische Maler Edvard Munch (1863–1944) in einer großen Doppelschau gemeinsam gezeigt. Überraschende Parallelen und intime Einblicke in die jeweilige Biografie zeichnen ein vielschichtiges Porträt von Lassnig und Munch, darüber hinaus aber auch von ihrer Lebenszeit.
21. März 2026

Washington | The Philipps Collection: Miró und die USA

Welchen Einfluss hatte die junge amerikanische Kunst auf Joan Miró? Und wie beeinflusste er seine Kolleg:innen? Die Philipps Collection zeigt 2026 eine Ausstellung über den damals schon weltberühmten Miró und seine Beziehung zur amerikanischen Kunst(szene).