DAS E-KUNSTMAGAZIN

Kunst verstehen.
Ausstellungen entdecken.

Kunstgeschichte von der Antike bis zur Gegenwart – auf Deutsch

 

Leonardo: Der Vitruvianische Mensch

Leonardo da Vinci schuf um 1490 eine in Mailand eine Federzeichnung, die unter dem Titel Der Vitruvianische Mensch (italienisch Uomo Vitruviano) in die Kunstgeschichte eingegangen ist. Sie zeigt einen nackten Mann von vorne in zwei sich überlagernden Körperhaltungen. Der Männerakt mit ausgestreckten Armen und Beinen ist in ein Quadrat eingeschrieben, während er mit leicht erhobenen Armen und gespreizten Beinen in einen Kreis passt.

Das nur 34,5 × 24,6 cm große Blatt Leonardos zählt zu den am häufigsten reproduzierten Werken der Kunstgeschichte. Zugleich ist es aufgrund seiner Bedeutung und seiner Erhaltung eines der am seltensten im Original gezeigten: Aus konservatorischen Gründen verlässt Der Vitruvianische Mensch das Depot der Gallerie dell’Accademia in Venedig nur in großen Abständen. Unser aktuellster Beitrag analysiert die berühmte Zeichnung und erklärt, warum es sich um eines der wichtigsten Werke der Hochrenaissance handelt!

Piet Mondrian: Victory Boogie Woogie

2027 organisieren das MoMA und das Kunstmuseum Den Haag eine große Ausstellung zu Piet Mondrian. Erstmals seit Jahrzehnten werden die beiden bedeutenden Stpäwerke Broadway Boogie Woogie (MoMA) und das unvollendete Victory Boogie Woogie (Kunstmuseum Den Haag) nebeneinander hängen. Um das Mega-Event vorzubereiten, hat Alexandra Matzner, Chefredakteurin von ARTinWORDS, alle wichtigen Infos zu Victory Boogie Woogie zusammengetragen!

USA + Niederlande | New York + Den Haag: 2027

Aktuelle Ausstellungen

Tarot in New York

The Morgan zeigt 2026 eine Ausstellung zu den Ursprünge des Tarot im Italien der Renaissance und seine anhaltende Bedeutung als Inspirationsquelle für Künstler des 20. und 21. Jahrhunderts. Die spannende Kultur, die rund um die ältesten Tarot-Decks in Mailand entstand, wird als Ausgangspunkt genommen, um die Entwicklung ihrer Bildsprache bis zum legendäre Rider-Waite-Smith-Deck von 1909 nachzuzeichnen. Die „Modernen Visionen“ setzen genau dort an, bildete es doch die Grundlage für spätere Wahrsagepraktiken und Kunstwerke.

USA | New York: The Morgan Library & Museum, 26.6. – 4.10.2026

250 Jahre Albertina in Wien

Im Sommer/Herbst 2026 wirft die Albertina einen Blick zurück auf 250 Jahre Sammlungs- und Ausstellungsgeschichte. Sie umfasst über eine Million Objekte, zählt zu den bedeutendsten grafischen Sammlungen der Welt und wurde vor 250 Jahren gegründet. Aus der einstmals privaten Kollektion wurde in zweieinhalb Jahrhunderten ein Museum von Weltrang. Generaldirektor Ralph Gleis kündigte auf dem Fundraisingdinner an:

„2026 feiern wir 250 Jahre Albertina – ein Jubiläum, das wir nutzen, um nicht nur zurückzublicken, sondern mutig in die Zukunft zu denken.“

Österreich | Wien: Albertina, 4.7. – 11.10.2026

Van Cleef & Arpels im MAK Wien: glitzernde Juwelen treffen auf Meisterwerke aus der Sammlung

Das MAK Wien inszeniert ab Juni 2026 ein funkelndes Gipfeltreffen der Kunstgeschichte. Unter dem Titel „GLANZSTÜCKE“ verschmelzen historische Kreationen der legendären Maison Van Cleef & Arpels mit ikonischen Entwürfen der Wiener Werkstätte. Ein kuratorischer Coup, der die evolutionären Linien des Designs im frühen 20. Jahrhundert völlig neu vermisst und die ästhetische Verwandtschaft zweier Metropolen offenbart.

Van Cleef & Arpels und das MAK vereinen selten gezeigte Objekte aus der Museumssammlung mit höchster Juwelierskunst. Im Sommer 2026 wird die 120-jährige Geschichte des Pariser Traditionsunternehmens für Haute Joaillerie in Wien lebendig. Schmuckstücke von Van Cleef & Arpels (gegr. 1906 in Paris) treffen auf Preziosen von der Wiener Werkstätte. Doch nicht nur das. Der thematisch organisierte Rundgang verbindet Preziosen mit mittelalterlichen Textilien, japanischen Wandschirmen und anderen berühmten Sammlungsobjekten des MAK.

Österreich | Wien: MAK, Untere Ausstellungshalle, bis 27.9.2026

17. Juli 2026

Essen | Folkwang Museum: Gustave Courbet

Die große Retrospektive im Folkwang Museum widmet sich einem der prägendsten Künstler des 19. Jahrhunderts: Gustave Courbet war ein künstlerischer Erneuerer mit schillernder Persönlichkeit – getrieben vom Streben nach Unabhängigkeit. "ICH, GUSTAVE COURBET. Maler und Rebell" beleuchtet Werk & Leben Courbets: Selbstbild & Öffentlichkeit, soziale Realität, Erotik, Landschaft & Exil. | 2026
10. Juli 2026

Wien | Belvedere 21: Miao Ying

Digitale Überwachung, KI und visuelle Manipulation – Miao Ying macht die Schattenseiten unserer vernetzten Welt sichtbar. Im Belvedere 21 eröffnet ihre Einzelausstellung einen differenzierten Blick auf die Ästhetiken digitaler Kontrolle.
9. Juli 2026

London | Tate Modern: Ana Mendieta

Ana Mendieta (1948–1985) ist vor allem für ihre „Silueta“-Serie (ab 1973) bekannt, in der sie die An- und Abwesenheit des menschlichen Körpers mit Materialien wie Feuer, Wasser und Blumen untersuchte. Diese ephemeren Arbeiten hielt sie fotografisch und filmisch fest. Die Retrospektive in der Tate Modern zeigt viele von Ana Mendietas ikonischen Werke neben neu überarbeiteten Filmen, frühen Gemälden und späten Skulpturen, von denen viele noch nie in Großbritannien zu sehen waren.
4. Juli 2026

Potsdam | Museum Barberini: Paul Signac

Die Ausstellung beleuchtet Paul Signacs künstlerisches Werk von den frühen Uferlandschaften des passionierten Seglers über seine Interieur- und Portraitmalerei bis zu den sozialutopisch aufgeladenen Bildern der Côte d’Azur.
3. Juli 2026

Mannheim | Kunsthalle Mannheim: Nouveau Réalisme und die Kunst der 1960er Jahre

Im Sommer 2026 widmet die Kunsthalle Mannheim dem Nouveau Réalisme und seinem Umfeld die größte Sonderausstellung in Deutschland seit mehr als 15 Jahren, incl. einer umfassenden, multipolaren und globalen Kartografie der Bewegung mit Epizentrum in Paris.
22. Juni 2026

London | Tate Modern: Frida Kahlo 2026

Wie wurde Frida Kahlo zu einer der einflussreichsten Künstlerinnen aller Zeiten? Zu einem kulturellen Phänomen und zu einer international anerkannten kommerziellen Ikone? Die Tate Modern lädt im Sommer und Herbst 2026 ein, diese außergewöhnliche Geschichte kennenzulernen.
Ausstellungen in Deutschland kl

Aktuelle Ausstellungen in Deutschland

Ausstellungen in Österreich kl

Aktuelle Ausstellungen in Österreich

Ausstellung in Schweiz kl

Aktuelle Ausstellungen in der Schweiz

Vorschau auf die Ausstellungseröffnungen der nächsten Woche

Baden-Baden | Museum Frieder Burda: Simon Hantaï. Entfaltung der Farbe

Simon Hantaï (1922–2008) gehört zu den wichtigsten Vertretern der internationalen Nachkriegsmoderne. Das Museum Frieder Burda widmet ihm die erste Einzelausstellung in Deutschland. Mit rund 40 teils monumentalen Schlüsselwerken aus vier Schaffensjahrzehnten gibt die Ausstellung in Baden-Baden einen facettenreichen Überblick über das bildgewaltige Schaffen Hantaïs und präsentiert seinen herausragenden Beitrag zur internationalen Nachkriegsabstraktion als ein sinnlich bewegendes Fest der Farbe.

Deutschland | Baden-Baden: Museum Frieder Burda, ab 15.8.2026

Niki de Saint Phalle. Dream Machine in Düsseldorf

Radikal stellt sich Niki de Saint Phalle (1930–2002) mit ihrer Kunst gegen die Diskriminierung von Frauen und erschafft eine neuartige monumentale Inszenierung von Weiblichkeit. In der Wahrnehmung rückt ihre künstlerische Selbstbehauptung inmitten einer männerdominierten Szene in den Fokus. „Nanas an die Macht!“ – gerade aus heutiger Sicht gleicht Niki de Saint Phalles individuelles künstlerisches Handeln und ihr Anliegen, Geschlechterverhältnisse grundlegend zu verändern, dem einer feministischen Aktivistin, auch wenn sie selbst sich nie als solche bezeichnete.

Deutschland | Düsseldorf: Kunstpalast, ab 10.9.2026

Yayoi Kusama in Amsterdam

Im Herbst 2026 zeigt das Stedelijk Museum in Amsterdam eine große Retrospektive der berühmten japanischen Künstlerin Yayoi Kusama (*1929, Matsumoto). Die in enger Zusammenarbeit mit der Künstlerin und ihrem Atelier organisierte Ausstellung gewährt einen gesamtheitlichen Einblick in Kusamas über sieben Jahrzehnte umspannendes künstlerisches Schaffen.

Niederlande | Amsterdam: Stedelijk Museum, ab 11.9.2026

Tintoretto in Paris

Jacopo Robusti, genannt Jacopo Tintoretto (1518–1594), ging als „Schnellmaler“ in die Kunstgeschichte ein. Der Renaissance-Künstler aus Venedig verblüffte Zeitgenoss:innen wie Kollegen mit seiner behänden Ausführung dramatischer Kompositionen. Während der betagte Tizian sich der Auftraggeberschaft gekrönter Häupter sicher sein konnte und Paolo Veronese förderte, malte Tintoretto vor allem Bilder für Bruderschaften.

„In allem was die Malerei anbelangt aber ist er wunderlich, kapriziös, schnell und kühn und der furchterregendste Intellekt, den die Malerei je besessen“ (Giorgio Vasari über Jacopo Tintoretto, 1568)

Frankreich | Paris: Musée Jacquemart-André, ab 11.9.2026

Jüdische Kunstsammler_innen in Deutschland vor 1945. Von Monet bis Picasso in Hamburg

Für die Ausstellung „Von Monet bis Picasso. Jüdische Kunstsammler:innen in Deutschland“ rekonstruiert 15 bedeutende Kunstsammlungen deutscher Jüdinnen und Juden vor 1945 und führt viele ihrer heute weltweit verstreuten Meisterwerke der Moderne wieder an einem Ort zusammen. Präsentiert werden rund 100 Werke vom Realismus und Impressionismus bis zum Expressionismus und der Neuen Sachlichkeit von Künstler:innen wie Paul Cézanne, Lovis Corinth, Ferdinand Hodler, Ernst Ludwig Kirchner, Franz Marc, Paula Modersohn-Becker, Max Pechstein, Karl Schmidt-Rottluff, Milly Steeger und vielen anderen.

 

Deutschland | Hamburg: Bucerius Kunst Forum, ab 11.9.2026

Franz Marc in Düsseldorf

Franz Marcs  (1880–1916) expressionistische Werke faszinieren mit leuchtenden Farben und tief berührenden Themen. Besonders seine Tierdarstellungen sind Hauptwerke des Expressionismus und ziehen die Betrachter:innen in ihren Bann. Marcs Tiere stehen für Harmonie und eine innige Verbundenheit mit der Natur – Werte, die heute verloren scheinen.

Mit „Franz Marc. Die Suche nach einer besseren Welt“ zeigt die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen im K20 am Grabbeplatz die erste monografische Ausstellung zu Franz Marc (1880–1916) seit mehr als zwanzig Jahren. Im Zentrum stehen die leuchtenden Tierbilder, mit denen Marc als Mitbegründer des „Blauen Reiter“ zu einem der einflussreichsten Wegbereiter der Abstraktion wurde.

Deutschland | Düsseldorf: K20, ab 12.9.2026

Ausstellungen in Deutschland Vorschau

Vorschau auf Ausstellungen in Deutschland

Ausstellungen in Österreich Vorschau

Vorschau auf Ausstellungen in Österreich

Ausstellung in Schweiz Vorschau

Vorschau auf Ausstellungen in der Schweiz

KÜNSTLER*INNEN GEBURTS- & TODESTAGE

Wann hat welche Künstlerin, welcher Künstler Geburtstag bzw Todestag? Hier findest du einen ewigen Kalender.
Künstler Geburtstage Juni, klein

Künstler-Geburtstage Juni

Künstler Todestage Juni

Künstler-Todestage Juni

Piet Mondrian: Victory Boogie Woogie

2027 organisieren das MoMA und das Kunstmuseum Den Haag eine große Ausstellung zu Piet Mondrian. Erstmals seit Jahrzehnten werden die beiden bedeutenden Stpäwerke Broadway Boogie Woogie (MoMA) und das unvollendete Victory Boogie Woogie (Kunstmuseum Den Haag) nebeneinander hängen. Um das Mega-Event vorzubereiten, hat Alexandra Matzner, Chefredakteurin von ARTinWORDS, alle wichtigen Infos zu Victory Boogie Woogie zusammengetragen!

USA + Niederlande | New York + Den Haag: 2027

Piet Mondrian: Victory Boogie Woogie

2027 organisieren das MoMA und das Kunstmuseum Den Haag eine große Ausstellung zu Piet Mondrian. Erstmals seit Jahrzehnten werden die beiden bedeutenden Stpäwerke Broadway Boogie Woogie (MoMA) und das unvollendete Victory Boogie Woogie (Kunstmuseum Den Haag) nebeneinander hängen. Um das Mega-Event vorzubereiten, hat Alexandra Matzner, Chefredakteurin von ARTinWORDS, alle wichtigen Infos zu Victory Boogie Woogie zusammengetragen!

USA + Niederlande | New York + Den Haag: 2027

Frida Kahlo: Die zwei Fridas [Las dos Fridas] (1939)

Nächste Woche eröffnet in der Tate Modern die Ausstellung "Frida: The Making of an Icon. Vorab haben wir uns schon einmal Kahlos wichtigste Bilder angeschaut, ihre Entstehungsgeschichte recherchiert und sie analysiert. Frida Kahlo (1907–1954) wird zwar - seit André Breton - dem Surrealismus zugeordnet, hat sich jedoch stets gegen diese Vereinnahmung gewehrt. "Die zwei Fridas [Las dos Fridas]" von 1939 ist ein bedeutendes Doppelselbstporträt mit bedeutender Symbolik. Seit nunmehr 50 Jahren wird das Gemälde neu gesehen, aktualisiert und immer wieder neu gesehen!

Großbritannien | London: Tate Modern, 25.6.2026 – 4.1.2027

Aktuelle Ausstellungen

250 Jahre Albertina in Wien

Im Sommer/Herbst 2026 wirft die Albertina einen Blick zurück auf 250 Jahre Sammlungs- und Ausstellungsgeschichte. Sie umfasst über eine Million Objekte, zählt zu den bedeutendsten grafischen Sammlungen der Welt und wurde vor 250 Jahren gegründet. Aus der einstmals privaten Kollektion wurde in zweieinhalb Jahrhunderten ein Museum von Weltrang. Generaldirektor Ralph Gleis kündigte auf dem Fundraisingdinner an:

„2026 feiern wir 250 Jahre Albertina – ein Jubiläum, das wir nutzen, um nicht nur zurückzublicken, sondern mutig in die Zukunft zu denken.“

Österreich | Wien: Albertina, 4.7. – 11.10.2026

Van Cleef & Arpels im MAK Wien: glitzernde Juwelen treffen auf Meisterwerke aus der Sammlung

Das MAK Wien inszeniert ab Juni 2026 ein funkelndes Gipfeltreffen der Kunstgeschichte. Unter dem Titel „GLANZSTÜCKE“ verschmelzen historische Kreationen der legendären Maison Van Cleef & Arpels mit ikonischen Entwürfen der Wiener Werkstätte. Ein kuratorischer Coup, der die evolutionären Linien des Designs im frühen 20. Jahrhundert völlig neu vermisst und die ästhetische Verwandtschaft zweier Metropolen offenbart.

Van Cleef & Arpels und das MAK vereinen selten gezeigte Objekte aus der Museumssammlung mit höchster Juwelierskunst. Im Sommer 2026 wird die 120-jährige Geschichte des Pariser Traditionsunternehmens für Haute Joaillerie in Wien lebendig. Schmuckstücke von Van Cleef & Arpels (gegr. 1906 in Paris) treffen auf Preziosen von der Wiener Werkstätte. Doch nicht nur das. Der thematisch organisierte Rundgang verbindet Preziosen mit mittelalterlichen Textilien, japanischen Wandschirmen und anderen berühmten Sammlungsobjekten des MAK.

Österreich | Wien: MAK, Untere Ausstellungshalle, bis 27.9.2026

Serielle Malerei bei Monet: Ursprung, Methode, Werke

Zu den überraschendsten Ergebnissen der Monet-Ausstellung im Städel (→ Frankfurt | Städel Museum: Monet in Étretat) gehört, dass der Impressionist in Étretat die Grundlagen für seine Serien der 1890er Jahre erforschte. Wie Alexander Eiling überzeugend darlegt, ging es Monet zunehmend um die Schilderung von Atmosphäre, Wetterstimmungen und Lichteffekte, während das Motiv immer stärker in den Hintergrund trat. Damit wandte sich der Landschaftsmaler von der Suche nach der schönsten oder bedeutungsvollsten Vedute zum Farbenmagier. Mehr zu diesem Thema - und wie Monet sich an der Normandie-Küste weiterentwickelte - findest du in diesem Beitrag! 

Henri Matisse 1941–1954 in Paris

Henri Matisse (1869–1954) zählt zu den bedeutendsten Malern Frankreichs – und des Centre Pompidou. Bereits 1905 etablierte er sich als Anführer der fauves (→ Fauvismus), deren Buntfarbigkeit er bis zu seinem Spätwerk beibehielt. Während des 2. Weltkriegs hielt sich der Künstler in Südfrankreich auf, obwohl er ein Visum nach Brasilien hatte. Ab 1943 bewohnte er ein kleines, unprätentiöses Haus, die Villa Le Rêve in Vence. Seit Anfang der 1940er Jahre körperlich schwer angeschlagen, malte und zeichnete Matisse viel im Bett. Der Künstler heftete ganze Werkzyklen friesartig an die Wand und sprach diesbezüglich vom „Kino seiner Inspiration.“

Frankreich | Paris: Grand Palais, bis 26.7.2026

17. Juli 2026

Essen | Folkwang Museum: Gustave Courbet

Die große Retrospektive im Folkwang Museum widmet sich einem der prägendsten Künstler des 19. Jahrhunderts: Gustave Courbet war ein künstlerischer Erneuerer mit schillernder Persönlichkeit – getrieben vom Streben nach Unabhängigkeit. "ICH, GUSTAVE COURBET. Maler und Rebell" beleuchtet Werk & Leben Courbets: Selbstbild & Öffentlichkeit, soziale Realität, Erotik, Landschaft & Exil. | 2026
10. Juli 2026

Wien | Belvedere 21: Miao Ying

Digitale Überwachung, KI und visuelle Manipulation – Miao Ying macht die Schattenseiten unserer vernetzten Welt sichtbar. Im Belvedere 21 eröffnet ihre Einzelausstellung einen differenzierten Blick auf die Ästhetiken digitaler Kontrolle.
9. Juli 2026

London | Tate Modern: Ana Mendieta

Ana Mendieta (1948–1985) ist vor allem für ihre „Silueta“-Serie (ab 1973) bekannt, in der sie die An- und Abwesenheit des menschlichen Körpers mit Materialien wie Feuer, Wasser und Blumen untersuchte. Diese ephemeren Arbeiten hielt sie fotografisch und filmisch fest. Die Retrospektive in der Tate Modern zeigt viele von Ana Mendietas ikonischen Werke neben neu überarbeiteten Filmen, frühen Gemälden und späten Skulpturen, von denen viele noch nie in Großbritannien zu sehen waren.
4. Juli 2026

Potsdam | Museum Barberini: Paul Signac

Die Ausstellung beleuchtet Paul Signacs künstlerisches Werk von den frühen Uferlandschaften des passionierten Seglers über seine Interieur- und Portraitmalerei bis zu den sozialutopisch aufgeladenen Bildern der Côte d’Azur.
3. Juli 2026

Mannheim | Kunsthalle Mannheim: Nouveau Réalisme und die Kunst der 1960er Jahre

Im Sommer 2026 widmet die Kunsthalle Mannheim dem Nouveau Réalisme und seinem Umfeld die größte Sonderausstellung in Deutschland seit mehr als 15 Jahren, incl. einer umfassenden, multipolaren und globalen Kartografie der Bewegung mit Epizentrum in Paris.
22. Juni 2026

London | Tate Modern: Frida Kahlo 2026

Wie wurde Frida Kahlo zu einer der einflussreichsten Künstlerinnen aller Zeiten? Zu einem kulturellen Phänomen und zu einer international anerkannten kommerziellen Ikone? Die Tate Modern lädt im Sommer und Herbst 2026 ein, diese außergewöhnliche Geschichte kennenzulernen.
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Aktuelle Ausstellungen in Deutschland

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Aktuelle Ausstellungen in Österreich

Ausstellung in Schweiz kl

Aktuelle Ausstellungen in der Schweiz

Vorschau auf die Ausstellungseröffnungen der nächsten Woche

Frida Kahlo, eine Ikon im Werden in London

Wie wurde Frida Kahlo zu einer der einflussreichsten Künstlerinnen aller Zeiten? Zu einem kulturellen Phänomen und zu einer international anerkannten kommerziellen Ikone? Die Tate Modern lädt im Sommer und Herbst 2026 ein, diese außergewöhnliche Geschichte kennenzulernen. Offenbar plant die Tate nicht nur das Werk und die Selbstinszenierung der Malerin thematisieren, sondern auch die Entwicklung ihres Mytos nach ihrem Tod 1954. Die sogenannte Fridamanie – der Nachruhm Frida Kahlos – begann in den 1970er Jahren, als feministische Künstlerin Leben und Werk Kahlos wiederentdeckten.

Großbritannien | London: Tate Modern, 25.6.2026 – 4.1.2027

Tarot in New York

The Morgan zeigt 2026 eine Ausstellung zu den Ursprünge des Tarot im Italien der Renaissance und seine anhaltende Bedeutung als Inspirationsquelle für Künstler des 20. und 21. Jahrhunderts. Die spannende Kultur, die rund um die ältesten Tarot-Decks in Mailand entstand, wird als Ausgangspunkt genommen, um die Entwicklung ihrer Bildsprache bis zum legendäre Rider-Waite-Smith-Deck von 1909 nachzuzeichnen. Die „Modernen Visionen“ setzen genau dort an, bildete es doch die Grundlage für spätere Wahrsagepraktiken und Kunstwerke.

USA | New York: The Morgan Library & Museum, 26.6. – 4.10.2026

Wien | MQ Freiraum: Vision und Wiederstand – Wie das MQ die Stadt Wien veränderte

25 Jahre nach der Eröffnung des MQ blickt die Ausstellung auf die konfliktreiche Geschichte eines der weltweit größten Kulturareale zurück. Die Schau im MQ Freiraum spannt mit Zeichnungen, Plänen, Modellen und künstlerischen Arbeiten einen weiten Bogen vom barocken Hofmarstall über den „Messepalast“ bis zur Planung und Bau des MQ.

Österreich | Wien: MQ Freiraum, 30.6.2026 – 25.1.2027

Ausstellungen in Deutschland Vorschau

Vorschau auf Ausstellungen in Deutschland

Ausstellungen in Österreich Vorschau

Vorschau auf Ausstellungen in Österreich

Ausstellung in Schweiz Vorschau

Vorschau auf Ausstellungen in der Schweiz

KÜNSTLER*INNEN GEBURTS- & TODESTAGE

Wann hat welche Künstlerin, welcher Künstler Geburtstag bzw Todestag? Hier findest du einen ewigen Kalender.
Künstler Geburtstage Juni, klein

Künstler-Geburtstage Juni

Künstler Todestage Juni

Künstler-Todestage Juni

Kunst-News

8. Mai 2026

Venedig | Biennale: Florentina Holzinger im Österreich-Pavillon Seaworld Venice | 2026

Der Österreich-Pavillon auf der 61. Biennale von Venedig im Jahr 2026 wird von der international renommierten österreichischen Performancekünstlerin Florentina Holzinger (*1986, Wien) gestaltet. Holzinger wird für den Biennale-Beitrag unter dem Arbeitstitel „Seaworld Venice“ mit der Kuratorin Nora-Swantje Almes sowie einem Team aus Performer:innen, Musiker:innen, Stunt-Koordinator:innen und Produzent:innen zusammenarbeiten.
Mit Künstlerinnen und Künstlern, bzw. Persönlichkeiten aus der Kunstwelt zu sprechen, ermöglicht, einen Blick auf Konzepte, Prozesse und Arbeitsbedingungen zu erhaschen. Wir von ARTinWORDS gehen mit ihnen daher bevorzugt durch Ausstellungen oder besuchen sie in ihren Ateliers - in der Hoffnung auf noch viele erhellende und inspirierende Momente!

Alexandra Matzner, Chefredakteurin von ARTinWORDS

11. September 2019

Christof Metzger: „Albrecht Dürer hat das Sehen neu gelernt“ Warum der „Dürer-Hase“ weniger Haare hat als vermutet. Der Dürer-Experte Metzger über Funktionen von Dürers Zeichnung und die Provenienz der Albertina-Sammlung

Albrecht Dürer 2019 in der Albertina thematisiert die Funktionen der Zeichnung in der Werkstatt Dürers, die neuartige Beobachtungsgabe des Nürnberger Renaissance-Künstlers und – im Katalog – den Kriminalfall rund um die Erwerbungen von Herzog Albert von Sachsen-Teschen.
18. April 2019

Werner Telesko: Notre-Dame de Paris ist die Projektionsfläche zum Teil auch gegensätzlicher Strategien Kathedrale als Symbol für Königtum, Revolution, Restauration und Nation

Wofür steht Notre-Dame de Paris? Werner Telesko erklärt sie als Projektionsfläche z. T. gegensätzlicher Strategien; Symbol für Königtum, Revolution, Restauration und Nation.
17. September 2018

Heinz Widauer: „Es ging Monet um das Wesenhafte“ Albertina-Kurator analysiert Monets Malweise anhand von Lebensorten

Was macht Claude Monet zu einem Jahrhundertkünstler? Warum spielen die Orte, in denen er lebte, solch wichtige Rollen für sein Werk? Wie kann sein Verhältnis zur Natur bestimmt werden? Diese Fragen und noch viele mehr stellen wir Heinz Widauer, Kurator der großen Monet-Ausstellung in der Albertina.

Künstlerinnen

Du interessierst Dich für Künstlerinnen?

Hier findest Du eine Übersicht zu den wichtigsten Künstlerinnen von der Antike bis heute. Schreib uns, wenn dir jemand fehlt. Die Liste wird kontinuierlich erweitert!
28. Juli 2026

Riehen b. Basel | Fondation Beyeler: Louise Bourgeois

Im Sommer 2027 zeigt die Fondation Beyeler mit rund 100 Werken die erste große Schweizer Überblicksausstellung zu Louise Bourgeois: Skulpturen, Zeichnungen, Gemälde und ihre monumentalen Cells – ergänzt um Spinnenskulpturen in Museumsgebäuden und Gärten.
28. Juli 2026

Riehen bei Basel | Fondation Beyeler: Elizabeth Peyton

Im Herbst 2027 widmet die Fondation Beyeler der amerikanischen Malerin Elizabeth Peyton eine große Retrospektive. Gemeinsam mit der Künstlerin entwickelt, zeigt die Schau Gemälde, Zeichnungen und Druckgrafiken aus mehreren Jahrzehnten ihres Schaffens – erstmals in dieser Form in der Schweiz.
28. Juli 2026

Paris | Musée de l’Orangerie: 1927. Le Temps Retrouvé

„1927. LE TEMPS RETROUVÉ [Die zurückgewonnene Zeit]“ bietet eine interdisziplinäre Perspektive auf das künstlerische Schaffen dieses symbolträchtigen Jahres. Paris erscheint darin modern und globalisiert zugleich, durchdrungen von Avantgarde, Art Déco, Klassizismus, Jazzklängen, politischen Debatten und Krisen, transatlantischem Handel und den tiefgreifenden sozialen Spannungen und kolonialen Einflüssen.