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Kunstgeschichte von der Antike bis zur Gegenwart – auf Deutsch
- Kusama mit Yellow Tree / Living Room an der Aichi Triennale, 2010 ©️ YAYOI KUSAMA
Yayoi Kusama ist tot
Wie heute bekannt wurde, ist die japanische Künstlerin Yayoi Kusama bereits am 14. August 2026 in Tokio verstorben. Kusama wurde 97 Jahre alt.
Kusama, die seit ihrem 10. Lebensjahr Halluzinationen erlebte, studierte traditionelle japanische Kunst, bevor sie sich von ihren Eltern löste und in die USA emigrierte. Dort entwickelte sie mit ihren Infinity Net-Gemälden eine Bildsprache, die gleichzeitig an den Abstrakten Expressionismus und den Minimalismus anknüpfte (→ Abstrakter Expressionismus | Informel & Minimal Art | Minimalismus). In den 1960ern flossen zunehmend Strategien von Protestbewegung und Hippiekultur in ihre Happenings und Modeentwürfe ein. Daneben entstanden erste Skulpturen, die sie mit phallischen, welchen Stoffelementen überzog. Ihren internationeln Durchbruch feierte Kusama, die in den 70ern wieder nach Japan zurückkehrte, mit Arbeiten im öffentlichen Raum und Spiegelinstallationen mit bunten Lichtern. Vor allem ihre begehbaren Kuben, mit denen sie die Erfahrung von Unendlichkeit ermöglicht, machen Yayoi Kusama unsterblich! R.I.P.

Yayoi Kusama: Biografie

Amsterdam | Stedelijk Museum: Yayoi Kusama
Aktuelle Ausstellungen
- Bonifacio Bembo, Tod, aus dem Visconti- Sforza Tarot, Mailand oder Cremona, um 1456–1458 (The Morgan Library & Museum, MS M.630.12) & Leonora Carrington, Feuer Elemente, 1969, Gouache auf Pergament (Collection of Lucid Art Foundation. © 2025 Leonora Carrington / Artists Rights Society (ARS), New York)
Tarot in New York
The Morgan zeigt 2026 eine Ausstellung zu den Ursprünge des Tarot im Italien der Renaissance und seine anhaltende Bedeutung als Inspirationsquelle für Künstler des 20. und 21. Jahrhunderts. Die spannende Kultur, die rund um die ältesten Tarot-Decks in Mailand entstand, wird als Ausgangspunkt genommen, um die Entwicklung ihrer Bildsprache bis zum legendäre Rider-Waite-Smith-Deck von 1909 nachzuzeichnen. Die „Modernen Visionen“ setzen genau dort an, bildete es doch die Grundlage für spätere Wahrsagepraktiken und Kunstwerke.
USA | New York: The Morgan Library & Museum, 26.6. – 4.10.2026
- Albrecht Dürer, Feldhase, Kopf, 1502 (© Albertina, Wien)
250 Jahre Albertina in Wien
Im Sommer/Herbst 2026 wirft die Albertina einen Blick zurück auf 250 Jahre Sammlungs- und Ausstellungsgeschichte. Sie umfasst über eine Million Objekte, zählt zu den bedeutendsten grafischen Sammlungen der Welt und wurde vor 250 Jahren gegründet. Aus der einstmals privaten Kollektion wurde in zweieinhalb Jahrhunderten ein Museum von Weltrang. Generaldirektor Ralph Gleis kündigte auf dem Fundraisingdinner an:
„2026 feiern wir 250 Jahre Albertina – ein Jubiläum, das wir nutzen, um nicht nur zurückzublicken, sondern mutig in die Zukunft zu denken.“
Österreich | Wien: Albertina, 4.7. – 11.10.2026
- Van Cleef & Arpels im MAK, 2026
Van Cleef & Arpels im MAK Wien: glitzernde Juwelen treffen auf Meisterwerke aus der Sammlung
Das MAK Wien inszeniert ab Juni 2026 ein funkelndes Gipfeltreffen der Kunstgeschichte. Unter dem Titel „GLANZSTÜCKE“ verschmelzen historische Kreationen der legendären Maison Van Cleef & Arpels mit ikonischen Entwürfen der Wiener Werkstätte. Ein kuratorischer Coup, der die evolutionären Linien des Designs im frühen 20. Jahrhundert völlig neu vermisst und die ästhetische Verwandtschaft zweier Metropolen offenbart.
Van Cleef & Arpels und das MAK vereinen selten gezeigte Objekte aus der Museumssammlung mit höchster Juwelierskunst. Im Sommer 2026 wird die 120-jährige Geschichte des Pariser Traditionsunternehmens für Haute Joaillerie in Wien lebendig. Schmuckstücke von Van Cleef & Arpels (gegr. 1906 in Paris) treffen auf Preziosen von der Wiener Werkstätte. Doch nicht nur das. Der thematisch organisierte Rundgang verbindet Preziosen mit mittelalterlichen Textilien, japanischen Wandschirmen und anderen berühmten Sammlungsobjekten des MAK.
Österreich | Wien: MAK, Untere Ausstellungshalle, bis 27.9.2026
Vorschau auf die Ausstellungseröffnungen der nächsten Woche
- Johann Bernhard Fischer von Erlach, Projekt für die Hofstallungen, aus: Entwurff Einer Historischen Architectur, Wien 1721 (Wien Museum)
Wien | MQ Freiraum: Vision und Wiederstand – Wie das MQ die Stadt Wien veränderte
25 Jahre nach der Eröffnung des MQ blickt die Ausstellung auf die konfliktreiche Geschichte eines der weltweit größten Kulturareale zurück. Die Schau im MQ Freiraum spannt mit Zeichnungen, Plänen, Modellen und künstlerischen Arbeiten einen weiten Bogen vom barocken Hofmarstall über den „Messepalast“ bis zur Planung und Bau des MQ.
Österreich | Wien: MQ Freiraum, 30.6.2026 – 25.1.2027
KÜNSTLER*INNEN GEBURTS- & TODESTAGE
Kunst-News
Mit Künstlerinnen und Künstlern, bzw. Persönlichkeiten aus der Kunstwelt zu sprechen, ermöglicht, einen Blick auf Konzepte, Prozesse und Arbeitsbedingungen zu erhaschen. Wir von ARTinWORDS gehen mit ihnen daher bevorzugt durch Ausstellungen oder besuchen sie in ihren Ateliers - in der Hoffnung auf noch viele erhellende und inspirierende Momente!
Gespräche über Kunst






























