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Aktuelle Ausstellungen

Georg Baselitz ist tot

Am 30. April 2026 verstarb der Maler Georg Baselitz im Alter von 88 Jahren. Berühmt geworden mit expressiven Bildern, in denen er ab 1969 die Motive auf den Kopf stellte, hatte er sich in seinen letzten Werken mit der Fragilität des (eigenen) Körpers auseinandersetzt. Ausstellungsankündigungen in Venedig und London lassen erahnen, dass Baselitz sich jüngst noch einen neuen Motivschatz erarbeitet hat: indische Gottheiten in Gold.

„Der große Erfolg für mich heute ist, dass ich Einfälle habe, die grotesk sind. Manchmal verflüchtigen sie sich wie Träume. Manchmal ist eine Idee so unumgänglich.“1 (Georg Baselitz, 2022)

Trotz seines hohen Alters war Baselitz' Schaffensdrang ungebrochen: Das Museum der Moderne Salzburg widmet ihm eine Ausstellung mit 24 Großformaten und dem Titel „Georg Baselitz. Jetzt“. Das Museo Novecento in Florenz überschreibt seine Schau mit der Aufforderung „Georg Baselitz: AVANTI!“. Und in wenigen Tagen eröffnen die Ausstellungen „Georg Baselitz. Eroi d’Oro“ an der Fondazione Giorgio Cini in Venedig, der im Juni „Georg Baselitz. Back Again“ bei White Cube Bermondsey in London folgen wird. → Georg Baselitz: Ausstellungen 2026

Österreich | Salzburg: Museum der Moderne, bis 4.10.2026

Zurbarán in London

Francisco de Zurbarán (1598–1664) ist einer der wichtigsten Maler in der Geschichte der spanischen Kunst und des europäischen Barock. In der ersten Hälfte  des 17. Jahrhunderts arbeitete Zurbarán in Sevilla, einem Zentrum des Welthandels, danach in Madrid. Seine lebendigen Gemälde, von kleinen Stillleben bis hin zu monumentalen Altarbildern, strotzen vor Naturalismus und vermitteln intensive spirituelle Erfahrungen. Die Zurbarán-Ausstellung 2026 ist die erste des spanischen Künstlers in Großbritannien. Die National Gallery bringt – gemeinsam mit dem Louvre und dem Art Institute of Chicago – einige seiner großartigsten Gemälde aus aller Welt nach London.

Großbritannien | London: National Gallery of Art, Sainsbury Wing, bis 23.8.2026

Charlotte Perriand in Salzburg

1937: Nach zehn Jahren als junge aufstrebende Architektin und Möbeldesignerin verließ Charlotte Perriand (1903–1999) das Studio von Le Corbusier. Dort hatte sie zahlreiche Möbel- und Interior-Projekte verantwortet, die heute zu den Ikonen des modernen Designs zählen. Gleichzeitig begann sie äußerst erfolgreich zu fotografieren und übertrug ihre avantgardistischen Architektur- und Designvisionen auf das Medium Fotografie.

Das Museum der Moderne Salzburg widmet der bedeutenden Designerin eine erste Ausstellung in Österreich, deren Inszenierung visuell mehr als überzeugt! Die minimalistische Formensprache, zwischen Geometrie und Organik changierend, wird durch lebendige Displays und Zusammenstellungen und ein spannendes Farbkonzept gerahmt. Die gemeinsam mit dem Kunstmuseum Krefeld konzipierte Schau positioniert die Midcentury-Möbel zusammengestellt wie in privaten Räumen. Dabei wird schnell klar, dass es für Charlotte Perriand nicht um das Einzelwerk ging, sondern um die „Kunst des Wohnens“, wie der begleitende Katalog überschrieben ist.

Österreich | Salzburg: Museum der Moderne, bis 13.9.2026

Kunst der Oesterreichischen Nationalbank im Leopold Museum, Wien

Erstmals öffnet die Österreichische Nationalbank (OeNB) ihre Tore für einen ihrer wichtigsten Schätze: die Kunstsammlung österreichischer Werke des 20. und 21. Jahrhunderts. Der Anlass dieser Ausstellung ist das 25-jährige Jubiläum des Leopold Museum im Jahr 2026. Damit verbindet sich auch eine historische Dankbarkeit: Die OeNB war maßgeblich an der Gründung der Leopold Museum-Privatstiftung beteiligt.Die Ausstellung ist nicht zuletzt eine Würdigung dieser engen institutionellen Verbindung.

Das Leopold Museum zeigt erstmals einen Überblick zu dieser wichtigen Unternehmenssammlung, die sich als Leihgeberin an vielen Ausstellungen beteiligt. In den 1980er Jahren entschied der Vorstand, österreichische Kunst zwischen Neue Sachlichkeit und Gegenwart zu erwerben, um seinen Beitrag zur Entwicklung von Kunst und Kunstmarkt zu leisten. Der Schwerpunkt liegt auf figurativen, postexpressionistischen bzw. neusachlichen Positionen sowie der gestischen und geometrischen Abstraktion. Dabei handelt es sich um eine der bedeutendsten Unternehmenssammlungen Österreichs, wie Direktor Hans-Peter Wipplinger betont. Im zweiten Untergeschoss des Museums hängen Wipplinger und Chiara Galbusera, Kuratorin der Kunstsammlung dser OeNB, 117 Werke des 20. und 21. Jahrhunderts in chronologischer Reihung. Bislang waren die Kunstwerke vor allem in den Fluren, Konferenzräumen und Büros der Bank zu sehen und nur innerhalb von Führungen für die Öffentlichkeit zugänglich.

„Die OeNB-Sammlung ist kein statisches Archiv, sondern ein lebendiger Bestandteil unseres Arbeitsalltags. Die Kunstwerke fördern den Austausch unter Kolleg*innen, regen Diskussionen an und bieten neue Perspektiven auf aktuelle Themen. Sie erinnern uns daran, dass Wirtschaft und Kultur untrennbar miteinander verbunden sind.“2 (Martin Kocher, Gouverneur der OeNB)

Österreich | Wien: Leopold Museum, bis 24.4. – 4.10.2026

29. April 2026

Wien | Wien Museum: Schiele & Peschka

Die „Sammlung Peschka“ brachte Meisterwerke von Egon Schiele, seine Sammlung (Krimskrams) und wichtige Dokumente ins Wien Museum. 2026 analysiert eine spannende Ausstellung erstmals dieses Material.
24. April 2026

Linz | LENTOS: Max Pechstein

Im Frühjahr/Sommer 2026 zeigt das LENTOS eine umfassende Ausstellung zu Max Pechstien, einem Hauptvertreter des deutschen Expressionismus. In Linz werden die Beziehung des Malers zu seinem Galeristen Wolfgang Gurlitt thematisiert & 100 Werke zu sehen sein.
17. April 2026

Berlin | Museum für Fotografie: Die Bauhaus-Fotografinnen

Im Frühjahr/Sommer 2026 widmet das Museum für Fotografie den Fotografinnen am Bauhaus eine lang erwartete Überblicksausstellung. Unter dem Titel „Neue Frau, Neues Sehen“ werden Experimente zwischen gegenständlichen Porträt- und Architekturfotografie bis hin zur abstrakten experimentellen Fotografie vorgestellt.
Ausstellungen in Deutschland kl

Aktuelle Ausstellungen in Deutschland

Ausstellungen in Österreich kl

Aktuelle Ausstellungen in Österreich

Ausstellung in Schweiz kl

Aktuelle Ausstellungen in der Schweiz

Vorschau auf die Ausstellungseröffnungen der nächsten Woche

Marina Abramović. Transforming Energy in Venedig

Erstmals 260-jährigen Geschichte widmen die Gallerie dell’Accademia einer lebenden Künstlerin eine Einzelausstellung: Marina Abramović (*30.11.1946). Mit „Marina Abramović. Transforming Energy“ feiert Venedig die Pionierin der Performance-Kunst ihren 80. Geburtstag!

Italien | Venedig: Gallerie dell’Accademia
6.5. – 19.10.2026

Rembrandt 1632. Entstehung einer Marke in Kassel

Obwohl Rembrandt van Rijn zu den am besten erforschten Künstlern des 17. Jahrhunderts zählt (→ Berühmte Künstler des Barock), liegen viele Aspekte seines Werks im Dunkeln. Dies gilt auch für die Zeit um 1632, die von stilistischen wie biografischen Umbrüchen geprägt ist: Rembrandt zog von Leiden nach Amsterdam und trat der Werkstatt von Hendrick van Uylenburgh bei, wo er eine bedeutende Anzahl von Einzel- und Gruppenporträts schuf und neue Käuferkreise erschloss. Der Künstler erkundete verschiedene Genres der Malerei und experimentierte mit unterschiedlichen Stilmitteln, was seine Suche nach geeigneten Ausdrucksformen verdeutlicht.

Deutschland | Kassel: Schloss Wilhelmshöhe, 7.5. – 16.8.2026

Venedig | Biennale: Florentina Holzinger im Österreich-Pavillon

Der Österreich-Pavillon auf der 61. Biennale von Venedig im Jahr 2026 wird von der international renommierten österreichischen Performancekünstlerin Florentina Holzinger (*1986, Wien) gestaltet. Holzinger wird für den Biennale-Beitrag unter dem Arbeitstitel „Seaworld Venice“ mit der Kuratorin Nora-Swantje Almes sowie einem Team aus Performer:innen, Musiker:innen, Stunt-Koordinator:innen und Produzent:innen zusammenarbeiten. Sie bespielt permanent den Österreich-Pavillon und plant ortsspezifische Aktionen im Stadtraum.

Italien | Venedig: Biennale, Österreich Pavillon, 9.5. – 22.11.2026

Charlotte Perriand in Salzburg

Nach zehn Jahren als junge aufstrebende Architektin und Möbeldesignerin verlässt Charlotte Perriand (1903–1999) im Jahr 1937 das Studio von Le Corbusier. Dort verantwortete sie zahlreiche Möbel- und Interior-Projekte, die heute zu den Ikonen des modernen Designs zählen. Gleichzeitig beginnt sie äußerst erfolgreich zu fotografieren und überträgt ihre avantgardistischen Architektur- und Designvisionen auf das Medium Fotografie.

Österreich | Salzburg: Museum der Moderne Mönchsberg, 1.5. – 13.9.2026

Zurbarán in London

Francisco de Zurbarán (1598–1664) ist einer der wichtigsten Maler in der Geschichte der spanischen Kunst und des europäischen Barock. In der ersten Hälfte  des 17. Jahrhunderts arbeitete Zurbarán in Sevilla, einem Zentrum des Welthandels, danach in Madrid. Seine lebendigen Gemälde, von kleinen Stillleben bis hin zu monumentalen Altarbildern, strotzen vor Naturalismus und vermitteln intensive spirituelle Erfahrungen. Die Zurbarán-Ausstellung 2026 ist die erste des spanischen Künstlers in Großbritannien. Die National Gallery bringt – gemeinsam mit dem Louvre und dem Art Institute of Chicago – einige seiner großartigsten Gemälde aus aller Welt nach London.

Großbritannien | London: National Gallery of Art, Sainsbury Wing, 2.5. – 23.8.2026

Ausstellungen in Deutschland Vorschau

Vorschau auf Ausstellungen in Deutschland

Ausstellungen in Österreich Vorschau

Vorschau auf Ausstellungen in Österreich

Ausstellung in Schweiz Vorschau

Vorschau auf Ausstellungen in der Schweiz

KÜNSTLER*INNEN GEBURTS- & TODESTAGE

Wann hat welche Künstlerin, welcher Künstler Geburtstag bzw Todestag? Hier findest du einen ewigen Kalender.
Künstler Geburtstage März, klein

Künstler-Geburtstage März

Künstler Todestage März

Künstler-Todestage März

Mit Künstlerinnen und Künstlern, bzw. Persönlichkeiten aus der Kunstwelt zu sprechen, ermöglicht, einen Blick auf Konzepte, Prozesse und Arbeitsbedingungen zu erhaschen. Wir von ARTinWORDS gehen mit ihnen daher bevorzugt durch Ausstellungen oder besuchen sie in ihren Ateliers - in der Hoffnung auf noch viele erhellende und inspirierende Momente!

Alexandra Matzner, Chefredakteurin von ARTinWORDS

11. September 2019

Christof Metzger: „Albrecht Dürer hat das Sehen neu gelernt“ Warum der „Dürer-Hase“ weniger Haare hat als vermutet. Der Dürer-Experte Metzger über Funktionen von Dürers Zeichnung und die Provenienz der Albertina-Sammlung

Albrecht Dürer 2019 in der Albertina thematisiert die Funktionen der Zeichnung in der Werkstatt Dürers, die neuartige Beobachtungsgabe des Nürnberger Renaissance-Künstlers und – im Katalog – den Kriminalfall rund um die Erwerbungen von Herzog Albert von Sachsen-Teschen.
18. April 2019

Werner Telesko: Notre-Dame de Paris ist die Projektionsfläche zum Teil auch gegensätzlicher Strategien Kathedrale als Symbol für Königtum, Revolution, Restauration und Nation

Wofür steht Notre-Dame de Paris? Werner Telesko erklärt sie als Projektionsfläche z. T. gegensätzlicher Strategien; Symbol für Königtum, Revolution, Restauration und Nation.
17. September 2018

Heinz Widauer: „Es ging Monet um das Wesenhafte“ Albertina-Kurator analysiert Monets Malweise anhand von Lebensorten

Was macht Claude Monet zu einem Jahrhundertkünstler? Warum spielen die Orte, in denen er lebte, solch wichtige Rollen für sein Werk? Wie kann sein Verhältnis zur Natur bestimmt werden? Diese Fragen und noch viele mehr stellen wir Heinz Widauer, Kurator der großen Monet-Ausstellung in der Albertina.

Künstlerinnen

Du interessierst Dich für Künstlerinnen?

Hier findest Du eine Übersicht zu den wichtigsten Künstlerinnen von der Antike bis heute. Schreib uns, wenn dir jemand fehlt. Die Liste wird kontinuierlich erweitert!
22. April 2026

Anni Albers Leben, Werk und Wirkung der deutsch-amerikanischen Designerin

Anni Albers (1899−1994, geb. Anneliese Fleischmann) ist die wohl anerkannteste Textilkünstlerin im 20. Jahrhundert. Bislang „überschattete“ ihre Ehe mit Josef Albers die Wahrnehmung von Anni Alberts und verhinderte gleichsam den Blick auf das höchst eigenständige Werk der Künstlerin. Erstmals seit fast 20 Jahren präsentiert die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen im K20 alle Facetten ihres Werks.