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Aktuelle Ausstellungen
- Matisse, Der Tod des Königs, Ausstellungsansicht Matisse 1941-1954, Grand Palais x Centre Pompidou, Foto © Luc Castel, 2026
Henri Matisse 1941–1954 in Paris
Henri Matisse (1869–1954) zählt zu den bedeutendsten Malern Frankreichs – und des Centre Pompidou. Bereits 1905 etablierte er sich als Anführer der fauves (→ Fauvismus), deren Buntfarbigkeit er bis zu seinem Spätwerk beibehielt. Während des 2. Weltkriegs hielt sich der Künstler in Südfrankreich auf, obwohl er ein Visum nach Brasilien hatte. Ab 1943 bewohnte er ein kleines, unprätentiöses Haus, die Villa Le Rêve in Vence. Seit Anfang der 1940er Jahre körperlich schwer angeschlagen, malte und zeichnete Matisse viel im Bett. Der Künstler heftete ganze Werkzyklen friesartig an die Wand und sprach diesbezüglich vom „Kino seiner Inspiration.“
Frankreich | Paris: Grand Palais, bis 26.7.2026
- Rembrandt, Büste eines Greises mit goldener Kette, Detail, 1632 (Gemäldegalerie, Kassel, Inv. Nr. GK 233)
Rembrandt 1632. Entstehung einer Marke in Kassel
Obwohl Rembrandt van Rijn zu den am besten erforschten Künstlern des 17. Jahrhunderts zählt (→ Berühmte Künstler des Barock), liegen viele Aspekte seines Werks im Dunkeln. Dies gilt auch für die Zeit um 1632, die von stilistischen wie biografischen Umbrüchen geprägt ist: Rembrandt zog von Leiden nach Amsterdam und trat der Werkstatt von Hendrick van Uylenburgh bei, wo er eine bedeutende Anzahl von Einzel- und Gruppenporträts schuf und neue Käuferkreise erschloss. Der Künstler erkundete verschiedene Genres der Malerei und experimentierte mit unterschiedlichen Stilmitteln, was seine Suche nach geeigneten Ausdrucksformen verdeutlicht.
Deutschland | Kassel: Schloss Wilhelmshöhe, 7.5. – 16.8.2026
- Hilma af Klint, The Ten Largest [Die zehn Größten], Group IV, No. 3 Youth, 1907, Detail (Courtesy of The Hilma af Klint Foundation)
Hilma af Klint in Paris
Im Frühjahr 2026 widmen Grand Palais und Centre Pompidou der schwedischen Malerin Hilma af Klint (1862–1944) eine wegweisende Ausstellung - und damit auch die erste große Retrospektive in Frankreich.
Hilma af Klints Werk erschütterte die Chronologie der Modernen Kunst in den vergangenen Jahrzehnten; nun ist die Malerin in den großen Museen der Welt angekommen. Bereits 1906, also lange vor kanonisierten Begründern der Abstraktion wie Wassily Kandinsky und Kasimir Malewitsch, schuf Hilma af Klint außergewöhnlich kühne Gemälde: Kompositionen, in denen Geometrie, leuchtende Farbflächen und organische Motive zu einem Bilduniversum verschmelzen.1
Wer auch immer das „erste abstrakte Bild“ gemalt haben mag, diese Schau im Pariser Ausstellungsfrühling 2026 darf man nicht versäumen! Das Grand Palais verwandelt sich buchstäblich in einen Tempel, in dem af Klints „Tempelbilder“ (Peintures du Temple, 1906–1915) in Serien gehängt sind und in die spirituell-künstlerisches Welt der Schwedin einführt. Da sich die Schau auf zwei Ebenen enfaltet, können die Kuratoren die Serien nach Entstehungszeit hängen und so das Publikum zum Herzstück der Schau - „Die zehn Größten“ (2. Oktober – 7. Dezember 1907) - hinführen. Hatte sich die Künstlerin mit ihren Helferinnen anfangs noch auf Kleinformate konzentriert, so übertrugen sie ihre Konzeptionen ab Herbst 1907 in die Monumentalmalerei: Symbole, Formen, Schrift, leuchtende Farben, spiritistisches Wollen (oder Fließenlassen) bis zur Aufnahme der volkskundlichen „Lebenstreppe“ verbinden sich zu einer unausdeutbaren, meditativen Malerei.
Frankreich | Paris: Grand Palais, Galeries 8; bis 30.8.2026
Vorschau auf die Ausstellungseröffnungen der nächsten Woche
- Genie, Idol, Star. Verehrung im 19. Jahrhundert im Germanischen Nationalmuseum, Nürnberg, 2026
Genie, Idol, Star. Verehrung im 19. Jahrhundert in Nürnberg
Das Germanische Nationalmuseum in Nürnburg plant im Sommer 2026 eine Ausstellung zu „Genie, Idol, Star. Verehrung im 19. Jahrhundert“. Bisher ist noch nichts über den Inhalt bekannt. ARTinWORDS hält euch am Laufenden!
Deutschland | Nürnberg: Germanisches Nationalmuseum, 14.5. – 6.9.2026
KÜNSTLER*INNEN GEBURTS- & TODESTAGE
Kunst-News
Mit Künstlerinnen und Künstlern, bzw. Persönlichkeiten aus der Kunstwelt zu sprechen, ermöglicht, einen Blick auf Konzepte, Prozesse und Arbeitsbedingungen zu erhaschen. Wir von ARTinWORDS gehen mit ihnen daher bevorzugt durch Ausstellungen oder besuchen sie in ihren Ateliers - in der Hoffnung auf noch viele erhellende und inspirierende Momente!
Gespräche über Kunst



![Hilma af Klint, The Ten Largest [Die zehn Größten], Group IV, No. 3 Youth, 1907, Detail (Courtesy of The Hilma af Klint Foundation)](https://artinwords.de/wp-content/uploads/Hilma-af-Klint-The-Ten-Largest-Group-IV-No.-3-Youth-Detail.jpg)




















